Stigmaresistenz - "Immun gegen Vorurteile?"

Dieses Mal trafen sich in vivo Gwen Schulz,  Prof. Thomas Bock und Dr. Candelaria Mahlke im Rahmen der Vorlesungsreihe Anthropologische Psychiatrie im UKE, um sich über das Thema Stigmatisierung und Antistigma-Arbeit und Stigmaresistenz auszutauschen. Auch dieses Mal entstand ein spannender Diskurs der Raum für weitere Gespräche eröffnete. Viel Spaß beim Zuhören!


© Hildegard Wohlgemuth / Kunstmuseum Bayreuth

Ein Gastbeitrag von und mit Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. Thomas Bock


Das nach wie vor vorhandene Stigma psychischer Erkrankung wird nicht selten in einer Selbststigmatisierung vorweggenommen. Die erlebte Tabuisierung führt zu einer fremdbestimmten Geheimhaltung. Die bewusste Auseinandersetzung mit dem Verständnis psychischer Störungen in Gesellschaft und Psychiatrie soll zu einer selbstverantworteten Entscheidung führen. Dieser Prozess fördert Stigmaresistenz. Berichtet wird von bisherigen Erfahrungen, theoretischen Voraussetzungen und praktischen Zielen eines neuen Projekts von „Irre menschlich Hamburg“ für junge Menschen, die selbst Krisenerfahrung machen. Diskutiert wird auch über die gesellschaftspolitischen Voraussetzungen von Toleranz und Solidarität und über die Chancen, die darin stecken, dass äußere Katastrophen/Sorgen (Umwelt, Frieden, Corona) uns alle betreffen. 

Link: Lecture2Go Universität Hamburg (Video mit höherer Auflösung)



Nächste Veranstaltung wird am 26. Mai gesendet mit der Überschrift: „Empowerment-College - Von Krisen-Erfahrenen lernen“ Dialog mit Monika Möhrenkamp und Jörn Petersen (FOKUS Bremen) 


Diese Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation der Universität Hamburg mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Irre menschlich Hamburg e.V. und psychenet.

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